Förderprogramm für Augenheilkunde

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Deutsches
Förderprogramm
für Augenheilkunde

Prof. Dr. med. Christian Mardin, Erlangen

Prof. Dr. med. Christian Mardin

„Meine Hoffnung für die Zukunft ist die Hauptursachen der Erblindung weiter so gut anzugehen, dass eine Erblindung durch Diabetes mellitus, altersabhängiger Makuladegeneration und Glaukome die Ausnahme werden.“

Prof. Dr. med. Christian Mardin

Interview:

Herr Prof. Mardin, in der Vergangenheit haben Erfindungen deutscher Experten der Augenheilkunde entscheidende Impulse gegeben. Welche sind für Sie auch heute noch von wegweisender Bedeutung?

Von der Erfindung des Augenspiegels durch Hermann von Helmholtz, über die Lichtkoagulation durch Gerhard Meyer-Schwickerath und die Vitrektomie durch Robert Machemer bis hin zur Laser-Scanning-Tomographie des Augenhintergrundes sind diese Errungenschaften aus dem klinischen wie wissenschaftlichen Alltag nicht wegzudenken.

Sehen Sie aktuell bahnbrechende Entwicklungen in der Augenheilkunde, die mit den Erfindungen der Vergangenheit schritthalten können?

Die Einführung der anti-VEGF Therapie von Aderhaut-Netzhauterkrankungen, minimalinvasive OP-Techniken und die lamelläre Hornhautransplantation sind sicher ein deutlicher Gewinn für Augenkranke.

Sie engagieren sich in der unabhängigen Expertenkommission des Deutschen Förderprogramms für Augenheilkunde von Bayer. Wie stufen Sie selbst die Bedeutung dieses Förderprogramms ein und was ist Ihre Erwartung?

Das Förderprogramm kann Wissenschaftlern die Möglichkeit geben, ihre Unabhängigkeit zu erhöhen und sich damit mehr gestalterischen Freiraum zu schaffen. Die Erwartung ist natürlich, dass sich das forscherische Ergebnis in einer besseren Augenheilkunde niederschlägt.

Welchen Stellenwert hat die Forschung im Alltag einer heutigen universitären Augenklinik?

Die Forschung hat einen hohen Stellenwert in unserem Klinikalltag den es derzeit tagtäglich gegen die Zahl der Stunden in der Patientenversorgung unter hohem wirtschaftlichen Druck zu verteidigen gilt.

Wie ist Ihre Erwartung bzgl. möglicher Innovationen innerhalb der Augenheilkunde in den kommenden fünf Jahren?

Meine Hoffnung für die Zukunft ist die Hauptursachen der Erblindung weiter so gut anzugehen, dass eine Erblindung durch Diabetes mellitus, altersabhängiger Makuladegeneration und Glaukome die Ausnahme werden.